Die Demokratie stirbt im Dunkeln

Die amerikanische Zeitung The Washington Post führte 2017 den Slogan „Democracy dies in the dark“ ein. Der Slogan wurde zunächst auf der Website der Zeitung veröffentlicht und später den gedruckten Ausgaben hinzugefügt. Diese Ankündigung löste eine Reihe von Reaktionen bei anderen Nachrichtenorganisationen und Medien aus. Einige Reaktionen waren positiv, während andere negativ ausfielen. Der Slogan unterstreicht die Bedeutung von Transparenz und die Rolle des Journalismus bei der Bewahrung der Demokratie.

Geschichte

Die „Washington Post“ hat 2017 den Slogan „Democracy Dies in Darkness“ (Demokratie stirbt in der Dunkelheit) angenommen und ist damit der erste offizielle Slogan der Zeitung in ihrer 140-jährigen Geschichte. Die Phrase wurde intern bereits seit Jahren verwendet, bevor sie offiziell angenommen wurde. Der Enthüllungsjournalist Bob Woodward machte den Satz populär, indem er ihn 2007 in einem Artikel verwendete, in dem er die Geheimhaltung der Regierung kritisierte, und ihn 2015 bei einer Konferenzpräsentation zu seinem Buch über den Watergate-Skandal erwähnte. Woodward schrieb die Phrase dem Bezirksrichter Damon Keith zu, der in einem Fall über den ersten Verfassungszusatz entschieden hatte. Auch der Eigentümer der Zeitung, Jeff Bezos, verwendete den Satz in einem Interview 2016. Anfang 2016 überlegte sich eine kleine Gruppe von Zeitungsmitarbeitern über 500 Slogan-Optionen, bevor sie sich auf „Democracy Dies in the Dark“ einigten. Der Slogan erschien im Super-Bowl-Werbespot 2019 der Post, der von Tom Hanks gesprochen wurde und der erste Super-Bowl-Werbespot der Post war.

Rezeption 

Die Washington Post hat vor kurzem ihren neuen Slogan „Democracy Dies in Darkness“ vorgestellt, der im Internet gemischte Reaktionen hervorgerufen hat. Während sich einige Medienredakteure auf Twitter über den Slogan lustig machten, lobten andere ihn. ProPublica nannte ihn „großartig“, während Slate ihn kritisierte und ihn mit einem Schlagwort gleichsetzte, das eher für einen Weltuntergangspropheten als für eine Tageszeitung geeignet sei. Interessanterweise meldete das Merriam-Webster-Wörterbuch einen Anstieg der Suchanfragen nach dem Wort „Demokratie“ nach der Annahme des Slogans. Der Chefredakteur der New York Times, Dean Baquet, verglich ihn humorvoll mit dem Titel eines Batman-Films, und der Journalist Jack Shafer beschrieb ihn als hartnäckig.

Als Reaktion auf den Slogan der Washington Post kreierte Capitol Hill Citizen einen eigenen Slogan, „Democracy Dies in Broad Daylight“, der als Anspielung auf den selbstgefälligen Slogan der Post verstanden wurde. Die Einführung dieses neuen Slogans hat Aufmerksamkeit erregt und Diskussionen in der Medienbranche und darüber hinaus ausgelöst. Auch wenn die Meinungen auseinandergehen, lässt sich nicht leugnen, dass der Slogan Wirkung gezeigt hat.


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